Forum 17: Mittwoch, 12.11.2014, 09.00 - 10.30 Uhr

Neue Energiemarktordnung für die dezentrale Energiewende

Für die Transformation der Energieversorgung zu 100% Erneuerbarer Energie braucht das Land eine neue Energiemarktordnung. Bislang ist der Vorrang Erneuerbarer in der Energiewirtschaft nie wirklich durchgesetzt worden, obwohl er seit dem Gesetz über den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG 2000) gilt. Mit dem „EEG“ 2014, das im Kern kein EEG mehr ist, wird der Vorrang nun weiter ausgehöhlt. Das Gesetz heißt jetzt sogar „…für den Ausbau erneuerbarer Energien“, nicht mehr „für den Vorrang Erneuerbarer Energien“. Marktintegration ist das neue Zauberwort. Fortsetzung folgt: Unter dem Schlagwort „neues Strommarktdesign“ wird ein Kapazitätsmarkt diskutiert, der im schlimmsten Fall der Renditesicherung alter Kohlekraftwerke dient. Für eine echte Energiewende werden Flexibilitätsoptionen statt Bestandsschutz für fossile Kraftwerke benötigt. Hierzu diskutiert das Forum einzelne Bausteine einer neuen Energiemarktordnung: von Power-to-Heat über Energiespeicher bis hin zum Grünstrommarktmodell.

Leitfragen:

  • Wie muss eine neue Energiemarktordnung für die dezentrale Energiewende aussehen, um das 100%-Ziel schnell und kostengünstig zu erreichen?
  • Wie können die mittelständischen, kommunalen und bürgerschaftlichen Träger der Energiewende unter den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen „EEG“ 2014 und „neues Energiemarktdesign“ den Weg zu 100% Erneuerbar weiter vorantreiben?

 

Moderation:
Dr. Fabio Longo, Rechtsanwalt, EUROSOLAR

Referenten:

Dr. Fabio Longo
Stephan Grüger
Daniel Hölder
Rosa Hemmers