Potenziale erkennen, Chancen nutzen: Geo-Informationssysteme für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Moderation
Lars Porsche, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Dr. Peter Moser, deENet
Referenten/Vorträge
- Prof. Dr. Martina Klärle, FH Frankfurt:"Potenziale erkennen, Chancen nutzen. GIS für Erneuerbare Energien"
- Dr.-Ing. Dieter Genske, Vertretungsprofessur FH Nordhausen: ""Potenziale erkennen, Chancen nutzen. GIS für Erneuerbare und Effizienz"
- Detlef Vagelpohl, Planungsbüro Graw: "GIS-Anwendung im integrierten Klimaschutzkonzept für das Osnabrücker Land. Von der Analyse bis zur Maßnahme"
Hintergrund
In vielen Regionen ist die Erstellung einer Potenzialabschätzung einer der ersten Schritte im Prozess zur Umgestaltung der Energieversorgung. Die Potenzialstudie ist damit häufig die wichtigste Informationsgrundlage für das weitere Vorgehen, für die Kommunikation, die Beratung von Politik und die Gewinnung von Investoren. In den vergangenen Jahren wurden diese Studien häufig in unterschiedlicher Güte, Umfang und mit verschiedensten Methoden vorgenommen.
Für 100%-EE-Regionen bietet sich die Analyse von Potenzialen auf der Basis raumbezogener Daten an, da dezentrale Energiesysteme häufig flächenwirksam und mit konkreten Energie-Inputs zu überlagern sind. Modellregionen werden in energetisch homogene Einheiten eingeteilt, die einen vergleichbaren Energiebedarf, aber auch eine vergleichbare Begabung habe, flächig Energie zu erzeugen.
Die Möglichkeiten von Geografischen Informationssystemen bieten hier die größtmögliche Vielfalt in Bezug auf Analyseschritte und Darstellungsformen. Die Datenbasis lässt sich jedoch nur schwer „händisch“ erheben. Hier werden in Zukunft verschiedene Formen der Fernerkundung in Kombination mit GIS zum Einsatz kommen. Mit Laserscan-Date, Luftbildauswertungen oder thermischen Orthofotos lassen sich viele Informationen parzellenscharf abbilden und in GIS-gestützte Expertensysteme integrieren. Derzeit werden mehrerer Systeme von verschiedenen Firmen zur Marktreife entwickelt. Gut geeignet sind Analysen im Bereich der Fotovoltaik, Solarthermie, Land- und Forstwirtschaft und Windanalysen. Auch der Wärmebereich wird zunehmend erfasst.
Durch die Weiterentwicklung der entsprechenden Verfahren ergeben sich Impulse für die Entwicklung von Standards (Vergleichbarkeit). Weiterhin wird sich der Fokus von der Analyse auf die Potenzialbewertung inkl. entsprechender Marketinginstrumente verschieben. Aufbauend auf die GIS-gestützte Potenzialanalyse lassen sich Zukunftsszenarien entwickeln. Sie veranschaulichen Städten, Gemeinden und Investoren die energetische Entwicklung des Modellraums, legen Effizienzpotenziale offen und machen Klimaschutzinitiativen planbar.
Ziel
Das Forum will die zahlreichen bereits etablierten Anwendungsmöglichkeiten von Geographischen Informationssystemen im Bereich EE und Energieeffizienz darstellen. Die vorhandenen Ansätze stehen kurz vor der Anwendung in der Breite. Es wird diskutiert, wie sich die Praxis z.B. im Bereich der Energiekonzepte von diesen Techniken verändert und wie die Kommunen und Regionen davon profitieren können.
Leitfragen
- Welchen Nutzen haben Regionen durch die Anwendung von GIS für den dezentralten EE-Ausbau?
- Welche Anforderungen stellen die Regionen an GIS, Applikationen und Daten(banken), um diese für ihre Planung nutzen zu können?
- Welche Rolle spielen GIS bei der Entwicklung von realistischen Potenzialabschätzungen?




